Exhibition Wälderhaus Hamburg

Trash to Treasure

Ausstellung im Wälderhaus Hamburg-Wilhelmsburg mit The Ballery und US RENN.nord

Der Name dieser Ausstellung, kuratiert von der Galerie „The Ballery“ in Berlin, ist Programm. Im Zentrum stehen die Arbeiten der Künstlergruppe MAGPIE Art Collective aus Südafrika, die durch WARENART in Deutschland repräsentiert werden. Die Kunstobjekte von MAGPIE bedienen sich besonderer Stilmittel, indem sie ausschliesslich wiederverwertbare Materialien verwenden. Denn alles, was täglich verpackt wird, sind Wertstoffe, die zwar ihre ursprüngliche Funktion verloren haben, aber nicht ihre Wertigkeit.

Es entsteht eine Art Transformation – die Materialien bekommen in einem neuen Kontext eine neue Wertigkeit. So entstehen aus Kunststoffverschlüssen von Flaschen oder Dosen, ausgedienten Spielzeugen, Modeschmuck, Knöpfen, Nähutensilien über Bruchglas oder Spiegelstücken komplexe Lichtkunstobjekte.

Man muss schon genau hinschauen, um die Einzelteile zu erkennen bzw. was es einmal war, denn die Opulenz und künstlerische humoristische Interpretation spricht für sich selbst.

Aus einem kleinen Projekt in ihrem Dorf im Landesinneren, ca. 3 Stunden von Kapstadt entfernt, entstand Großes. Ein neues Bewusstsein für die Natur und Umwelt und somit ihren eigenen Lebensraum entstand in den Köpfen der Menschen in dem kleinen Dorf in der Karoo. So gibt es ein Projekt schon für die Kinder, dass sie sehen und lernen, wie lange eine Dose oder Plastikflasche benötigt, bis sie von der Natur verwertet werden kann (ca. 500 Jahre !!!). Mittlerweile erreichte die sowohl poetische als auch eindringliche Botschaft von MAGPIE internationale Anerkennung und die Kunstobjekte wurden in verschiedenen Teilen der Erde gezeigt.

Ressourcen und Natur ist auch das Thema der mitausstellenden Künstler. Søen Drastrup (Dänemark) zeigt bizarre Ästhetik obwohl die Botschaft drastisch ist. Die Natur hat es aufgenommen und bringt es wieder zum Vorschein als stärkste Kraft. Naomi Takaki (Japan) und Babette Woltemath (Deutschland) bedienen sich der Verwendung von ausgedienten Dingen des Alltags, die sich wie selbstverständlich und doch überraschend wieder zusammensetzen. Bei Olivia Descampe geht es um Strukturen und Oberflächen, die aus alten Magazinen und Zeitungen entstehen.
Die skulpturalen Büsten von Oscar Romulo Hernandez (Kuba, 1940 – 2013) sind aus alten Pappen und Kartonen entstanden.

Umwelt im Zeichen der Wandlung – aus den verschiedenen Perspektiven unterschiedlicher Künstler, die eine gemeinsame Botschaft haben: Achtung der Natur und Sichtbarmachen der Verletzlichkeit.

Die Ausstellung läuft vom 27.01. bis 2.5.2018, Vernissage ist am 26.01.2018, 19 Uhr