Laurence Rasti - There are no Homosexuals in Iran

Information (Deutsch Unten)

Opening: 28 June 2019

Duration: 3 July - 27 July 2019

Location: The Ballery Berlin


There Are No Homosexuals in Iran


In Iran, homosexuality is punishable by death—yet, with courage and conviction, the people in these portraits choose the truth, even if they must keep it obscure in the public eye.


“In Iran, we do not have homosexuals like in your country.”

—Former Iranian President Mahmoud Ahmadinejad, speaking at Columbia University, September 24, 2007. 


While today some Occidental countries accept marriage for gays and lesbians, in Iran, homosexuality is still punishable by death. This sanction prohibits homosexuals from living out their sexuality openly. Their only legal options are to leave the country, hide their sexuality, or choose transsexuality, a practice tolerated by law but also considered pathological. 


Over a few years, Swiss-born Iranian photographer Laurence Rasti (b. 1990) visited Denizli to meet with and photograph a community of Iran’s gay refugees, who have fled their home country in search of freedom from persecution and threats for their sexuality. In her photography book, published in 2017 There Are No Homosexuals in Iran, is a selection of her environmental portraits, with her sitters.


Rasti offers a sensitive documentation: she creates a narrative that is as poetic as it is indicative of a harsh reality. She photographs the Irani refugees in open spaces, posing them so that their faces are rarely in full view, obscuring their features by trees, shadows or hair. Even in Turkey where homosexuality is legal, homophobia runs deep, and anonymity and alertness is key to safety. The poses of Rasti’s portraits reveal an awkwardness, a self-consciousness that refuses to abate.

In an exhibition of her works at The Ballery in Schöneberg, Berlin, the artist uncovers a different side of their lives, one led behind closed doors. It is here that they begin to reveal and express themselves, whether it is in full makeup, or a casual embrace in pyjamas. As viewers, we are invited into the beautiful, normal situations of people just being who they are.


By showing us the two opposing lives they lead, Rasti also makes clear the state of limbo experienced by the gay Iranians – the ones who do not exist, and yet do. 



Im Iran gibt es keine Homosexuellen


Im Iran wird Homosexualität mit dem Tod bestraft - doch die Menschen in diesen Porträts entscheiden sich mit Mut und Überzeugung für die Wahrheit, auch wenn sie die Öffentlichkeit vor Augen haben müssen.



"Im Iran haben wir keine Homosexuellen wie in Ihrem Land."

Ehemaliger iranischer Präsident Mahmoud Ahmadinedschad, der am 24. September 2007 an der Columbia University sprach.



Während einige westliche Länder heute die Ehe für Schwule und Lesben akzeptieren, wird Homosexualität im Iran immer noch mit dem Tod bestraft. Diese Sanktion verbietet es Homosexuellen, ihre Sexualität offen zu leben. Ihre einzigen legalen Optionen sind das Land zu verlassen, ihre Sexualität zu verbergen oder Transsexualität zu wählen, eine Praxis, die gesetzlich toleriert, aber auch pathologisch ist.


Der in der Schweiz geborene iranische Fotograf Laurence Rasti (geb. 1990) besuchte Denizli über ein paar Jahre, um eine Gemeinschaft von schwulen Flüchtlingen des Iran zu treffen und zu fotografieren, die auf der Suche nach Verfolgungsfreiheit und Drohungen wegen ihrer Sexualität aus ihrem Heimatland geflohen sind. In ihrem 2017 veröffentlichten Fotobuch Es gibt keine Homosexuellen im Iran, zeigt sie eine Auswahl ihrer Umweltporträts mit ihren Sitters.


Rasti bietet eine sensible Dokumentation: Sie kreiert eine Erzählung, die ebenso poetisch ist wie eine harte Realität. Sie fotografiert die iranischen Flüchtlinge in offenen Räumen und posiert sie so, dass ihre Gesichter selten sichtbar sind und ihre Gesichtszüge durch Bäume, Schatten oder Haare verdeckt werden. Selbst in der Türkei, wo Homosexualität legal ist, ist die Homophobie tiefgreifend, und Anonymität und Wachsamkeit sind der Schlüssel zur Sicherheit. Die Posen von Rastis Portraits zeigen eine Unbeholfenheit, ein Selbstbewusstsein, das nicht nachlassen will. In einer Ausstellung ihrer Werke in The Ballery in Schöneberg, Berlin, entdeckt die Künstlerin eine andere Seite ihres Lebens, die hinter verschlossenen Türen geführt wird. Hier fangen sie an, sich zu offenbaren und auszudrücken, sei es in vollem Make-up, oder eine lockere Umarmung im Schlafanzug. Als Zuschauer werden wir in die schönen, normalen Situationen von Menschen eingeladen, die einfach so sind, wie sie sind.


Rasti zeigt uns die beiden gegensätzlichen Leben, die sie führen, und zeigt damit den Zustand der Schwebe, der von den schwulen Iranern erlebt wird - denjenigen, die es nicht gibt und die es dennoch gibt.



image13