Roman Lipski

Landschaften aus dem Netz
08 – 27 February 2017

The Ballery stellt vom 8. bis 27. Februar 2017 unter dem Titel „Landschaften aus dem Netz – Roman Lipski präsentiert Bilder inspiriert von einer Maschine“ malerische Werke des Künstlers Roman Lipski in Kollaboration mit einer Künstlichen Intelligenz vor. Die Ausstellung zeigt eine an den Schnittpunkten von Wissenschaft und Technologie agierende Kunst. Basierend auf dem Dialog zwischen Künstler und Maschine, in dem Kreativität und Algorithmus aufeinandertreffen, fungiert die Künstliche Intelligenz nicht nur als schöpferische Figur, sondern als genialische Inspirationsquelle – Lipskis neue Muse.

„Unfinished“ heißt das Projekt des Malers Roman Lipski in Kooperation mit dem Künstlerkollektiv YQP (Berlin/NYC), bestehend aus Florian Dohmann, Manuel Urbanke, Maximilian Hoch und Dr. Christian Nietner. Zusammen kreieren sie das erste künstlich intelligente System, das einen Künstler wie eine Muse inspiriert, reizt und herausfordert. Die Maschine arbeitet im Kern mit einem neuronalen Netz. Sie generiert selbstständig digitale Bilder, die den Gemälden des Künstlers ähneln und zugleich völlig neue ästhetische Aspekte implizieren. Die Resultate ergeben sich aus dem Anlernen der Facetten von Roman Lipskis Kunst – den ikonografischen Motiven, Farben, Duktus und Komposition. Umgekehrt schärft die Künstliche Intelligenz den Blick des Malers für neue Perspektiven und Themen. In dieser dialogischen Kooperation sieht der Künstler eine Option für die Entwicklung seines individuellen Stils. Durch die Verbindung von Kunst und modernster Technologie wird deutlich, wie Maschinen deklarierte menschliche Eigenschaften annehmen und auf eigene Manier weiterentwickeln können.

„Landschaften aus dem Netz“ zeigt das prozessuale Ergebnis, das aus dem Dialog zwischen Maler und Künstlicher Intelligenz entsteht. Die Galerie The Ballery visualisiert anhand zentraler malerischer Werke Roman Lipskis und den digitalen Bildern seiner artifiziellen Muse die dynamische Entwicklung beider Protagonisten. Sie skizziert die serielle kommunikative Gliederung der Exponate, die bislang in den Reihen Unfinished I, II und III entstanden ist. Die Ausstellung widmet sich der Idee einer visuellen Darstellung von der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Sie reflektiert den Diskurs rund um künstlich kreative Systeme zu einem Zeitpunkt, in dem die Interaktivität beider Akteure unweigerlich reale Formen annimmt und damit völlig neue Möglichkeiten für die Kunst eröffnet.